Bundeskongress der AfD-Nachwuchsorganisation Junge Alternative am 4. November

Gegen den Bundeskongress der AfD-Nachwuchsorganisation Junge Alternative am Sonntag, 4. November, im Barsinghäuser Zechensaal sind inzwischen zwei Protestveranstaltungen angemeldet: die Großdemonstration des Bündnisses Barsinghausen ist bunt und eine Kundgebung, die nach Angaben der Stadtverwaltung von einem Barsinghäuser aus dem linken politischen Spektrum organisiert wird. Die Stadtverwaltung bereitet sich nach Gesprächen mit der Polizei auf eine Teilnehmerzahl „im vierstelligen Bereich“ vor, wie Erster Stadtrat Thomas Wolf mitteilt.

Das Bündnis Barsinghausen ist bunt hat nach den Worten seiner Sprecherin Sybille Bruchmann-Busse im Stadtgebiet, aber auch weit darüber hinaus große Resonanz auf den Aufruf zu der Protestdemonstration erfahren. „Ganz viele Gruppen wollen kommen und haben schon Schilder gemalt“, berichtet Bruchmann-Busse. „Wir wünschen uns eine große, bunte Veranstaltung und wollen zeigen, dass wir viele sind.“ Die Demonstration unter dem Motto „Verfassung und Vielfalt schützen – Barsinghausen nazifrei“ soll um 11.30 Uhr am Bahnhof starten. Von dort aus planen die Organisatoren einen Umzug über die Siegfried-Lehmann-Straße und die Hinterkampstraße am Zechensaal vorbei und weiter über die Langenkampstraße und die Bergamtstraße zum Mont-Saint-Aignan-Platz. Dort sind nach Bruchmann-Busses Worten während der Abschlusskundgebung drei Wortbeiträge geplant. Sprechen werden demnach der Egestorfer Pastor Sebastian Kühl, das Sprecherduo der Grünen Jugend Niedersachsen, Carolin Miesner und Timon Dzienus, sowie der SPD-Bundestagsabgeordnete Matthias Miersch. Für musikalische Untermalung sorgt die Bantorfer Band Sound of Hope, in der Flüchtlinge mit von der Partie sind. Bruchmann-Busse rechnet damit, dass die Abschlusskundgebung gegen 12.30 Uhr beginnen und etwa eine Dreiviertelstunde dauern wird. „Wir wollen den verkaufsoffenen Sonntag nicht zu sehr behindern“, betont die Bündnis-Sprecherin.

Die Stadt als Versammlungsbehörde und die Polizei wünschen sich, dass der Demonstrationszug nicht genau am Zechensaal vorbeiführt, sondern auf der Hinterkampstraße bereits unterhalb der Versammlungsstätte nach rechts in die Schulstraße abbiegt. Abgewogen werden müsse zwischen dem Recht auf Versammlungsfreiheit und der öffentlichen Sicherheit, erläutert der Erste Stadtrat. Die endgültige Entscheidung über den Weg soll noch bei einem sogenannten Abstimmungsgespräch zwischen Versammlungsbehörde, Polizei und den Demo-Organisatoren fallen.

Bei der zweiten angemeldeten Protestveranstaltung handelt es sich nach Angaben von Wolf um eine stationäre Kundgebung im Bereich des Conrad-Bühre-Weges, der zweiten Zufahrt zum Parkplatz des Zechengeländes. Angemeldet sind laut Wolf für den Zeitraum von 13 bis 19 Uhr rund 100 Teilnehmer mit einem Lautsprecherwagen. Ziel der Kundgebung seien offenbar die abreisenden Teilnehmer der AfD-Veranstaltung, sagt der Erste Stadtrat.

http://m.haz.de/Umland/Barsinghausen/Barsinghausen-Der-Zechensaal-steht-schon-unter-Polizeischutz

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